Backen mit Sauerteig, wilder Hefe & mehr

Polsterzipf

Polsterzipf

Zur Abwechslung mal wieder was Süsses.

Schnell sollte es gehen, unaufwändig  aber trotzdem besonders sein. Im Grillsportverein  gab es den Hinweis auf eine traditionelle österreichische Mehlspeise, die diesen Anforderungen genügen würde. Ein lieber Mitforist hat mir dann die optimierte Variante des Rezeptes zukommen lassen, danke Walter!

Das Rezept ist wirklich einfach und schnell herzustellen, ein so schönes Ergebnis hätte ich daher nicht erwartet…

Zutaten

250g Butter, kühl
125g Magerquark
125g Sauerrahm
250g Dinkelmehl 630
5g Salz
150g Marmelade

 

Zubereitung

Alle Zutaten rasch zu einem glatten Teig zusammenkneten, ggf. von Hand etwas nacharbeiten. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 5mm dünn ausrollen. Dann wie beim Tourieren von Blätterteig das untere Drittel einschlagen und das obere Drittel darüber falten (einfache Tour), das Ganze wird dann sofort von der kurzen Seite wiederholt. Dieses Teigpaket nochmal auf 5mm ausrollen und erneut von der langen und der kurzen Seite zweimal einfalten. Der Teig wird jetzt mindestens 1 Stunde gut durchgekühlt. Dann rollt man das Ganze auf 3mm aus und sticht oder schneidet Quadrate mit einer Kantenlänge von etwa 8cm aus. Auf diese Quadrate gibt man knapp 1/2 Teelöffel Marmelade. Hier gilt es Maß zu halten, zuviel Marmelade macht das Schließen schwer und sie läuft dann beim Backen wieder aus. Da im Teig selbst kein Zucker ist, darf sie aber ruhig etwas süßer sein.  Himbeermarmelade macht sich da recht gut, ein Rest Apfelmarmelade, den ich noch im Anbruch hatte, war auch sehr fein. Das Teigstück diagonal zum Dreieck falten und die Ränder zudrücken.

Den Backofen auf 180° Ober- und Unterhitze vorheizen, die Dreiecke auf ein mit Backpapier oder Dauerbackfolie ausgelegtes Blech setzen und in 15-20 Minuten hellbraun ausbacken. Backpapier oder Backfolie empfehlen sich, weil evtl. auslaufende Marmelade klebt wie Hölle und das zarte Backwerk dann beim Ablösen zerstört würde. Noch warm mit Puderzucker bestäuben.

Die Teile werden durch das Tourieren sehr schön blättrig und sind megalecker.  Walter ist einverstanden, dass ich ihn hier zitiere:

„…wenn GöGa die macht, überfreß ich mich immer…“



4 thoughts on “Polsterzipf”

  • Hallo,
    die sehen lecker aus und sind sicher gut geeignet Marmeladenreste aufzubrauchen. Hast du versucht, sie einzufrieren? Wenn ja roh oder fertig gebacken?

    Liebe Grüße Sabine

    • Hallo Sabine,
      die sehen nicht nur so aus…und sind schneller gegessen als Du sie aus dem Ofen holen kannst. Ich hatte allerdings nur 1/2 Teilmenge verarbeitet und die andere Hälfte im Kühlschrank aufbewahrt (6°), der Teig war auch nach 10 Tagen noch ok. Wenn würde ich sie roh einfrieren, gefroren in den vorgeheizten Backofen schieben und die Backzeit ein wenig verlängern.

  • Hallo Irmgard,
    das Rezept lag schon einige Tage ausgedruckt auf meinem Schreibtisch. .
    Ich beschäftige mich schon seit einiger Zeit theoretisch mit der eigenen Herstellung von Blätterteig. Auch wir versuchen weitestgehend den Zusatzstoffen zu entgehen.. Anfangs wirkte die Beschreibung der Blätterteigherstellung auf mich wie ein Verwirrspiel. Dein Rezept erschien mir perfekt als Einstieg in diese Materie. Heute nun habe ich es in die Tat umgesetzt. Die Teile sind optisch noch nicht wirklich perfekt. Aber der Teig ist super blättrig geworden und der Geschmack ist perfekt. Als Füllung habe ich Marmelade von schwarzen Johannisbeeren genommen, auch sehr lecker.
    Danke für das Rezept!
    Liebe Grüße
    Monika

    • gerne, Monika.
      Mit Blätterteig hatte ich auch so meine Probleme, meistens schwamm ein Buttersee im Ofen…mit diesem hier hat es dann auf Anhieb perfekt geklappt. Du kannst ihn auch für alle anderen Rezepte verwenden, die einen Blätterteig verlangen.

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