Backen mit Sauerteig, wilder Hefe & mehr

BlutRausch

BlutRausch

Keine Sorge, ich bin nicht unter die Vampire gegangen…
Die nette Zustellerin von der gelben Post stellte mir dieser Tage 10kg naturbelassene Blutorangen aus Mallorca vor die Türe. Unbehandelte Blutorangen habe ich in den umliegenden Bioläden und -supermärkten bislang vergeblich gesucht, deshalb hatte ich auf einen freundlichen Hinweis im Brotbackforum dort zugegriffen. Tagelang war ich jetzt damit beschäftigt die Früchtchen abzureiben – mein Jahresvorrat an Orangenabrieb ist gesichert- und auszupressen. Aus den gut 6l Saft habe ich unter anderem 30 Gläser Gelee gekocht. Meine Freundin Renate brachte mich auf die Idee den Rest Winzerglühwein, der noch da rumstand mit einem Teil des Safts und ein paar typischen Gewürzen zu mischen. Heraus kam ein dunkelrotes, leicht herbes und superleckeres Gelee, dessen Rezeptur ich gern weitergebe.

 

600g Winzerglühwein, rot, wenig oder besser garnicht gesüßt
900g Blutorangensaft
1000g Gelierzucker 2:1
2 TL Blutorangenabrieb
1 cm Zimtstange
1 Nelke
2 Kardamomkapseln

Saft, Wein, Abrieb und Gelierzucker mischen. Den Topf so groß wählen, dass er maximal zur Hälfte gefüllt ist, das Zeug schäumt beim Aufkochen wie Hölle und macht seinem Namen,  BlutRausch, alle Ehre.
Die Zimtstange grob zerbröseln, die Kardamomkapseln anstossen, zusammen mit der Nelke in ein Teeei oder einen Teefilterbeutel geben und im Saft versenken. Die Mischung aufkochen, Temperatur soweit reduzieren, dass die Flüssigkeit kocht aber nicht überkocht, die Kochzeit richtet sich nach der Angabe auf der Zuckerpackung. Sobald die Kochzeit erreicht ist und die Masse anzieht, kochendheiß in die vorbereitete Gläser abfüllen und sofort verschliessen.
Macht sich besonders lecker auf Brioche, den Dinkel-Kamut-Schrippen oder den Jogipopps. 
Und auf Weichkäse hatte das Zeug einen echt großen Auftritt.

 



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